Sonntag, 20. Juli 2014

Kochbananen mit schwarzen Bohnen - und große Neuigkeiten!


Kochbananen, oder auch Plantains genannt, standen schon immer auf meiner Liste der Dinge, die ich gerne mal verkosten würde - gleich hinter einem ganzen Haufen vietnamesischer Gemüsesorten, von denen mir meine Arbeitskollegin gerne vorschwärmt, äthiopischem Essen, und den Jelly Beans aus den Harry Potter Romanen (ok, letzteres ist vielleicht etwas unrealistischer). Kürzlich stachen mir die Kochbananen im Supermarkt ins Auge und wir nahmen sie mit heim. Eine typische Zubereitsungsart für Kochbananen ist, sie im heißen Öl zu frittieren - klar ist das lecker, denn so ziemlich alles, was frittiert ist, finde ich gut. Leider bin ich kein Fan des Vorgangs selbst - ich reagiere einerseits panisch auf Fettspritzer, und da unsere Wohnung sehr klein ist, hat man dann noch tagelang Freude an dem Geruch von kaltem Fett... recht wenig appetitanregend. Darum habe ich sie mit wenig Fett in meiner supertollen beschichteten Pfanne zubereitet, und alles war gut. Kochbananen schmecken interessant - wie eine Mischung aus Kartoffeln und Bananen, sind mehlig-fruchtig, und ich würde sie nicht so gerne pur essen wollen. Mit den schwarzen Bohnen, dem Reis und der Guacamole harmonieren sie aber prächtig. Wer es puristisch mag, lässt den Reis und die Guacamole weg, aber wir hatten viel Hunger. Für dieses Rezept eignen sich grünliche bis gelbe Kochbanane, wenn sie dann schwarz werden, werden sie zu süß.  Anstatt schwarzer Bohnen kann man auch Kidney-Bohnen verwenden, da die schwarzen Bohnen manchmal etwas schwer zu finden sind - ich habe meine aus dem Biomarkt.


Kochbananen mit schwarzen Bohnen (für 3 - 4 Portionen)

Für die Bohnen:
1 EL Öl
1 kleine Zwiebel
3 Zehen Knoblauch, gepresst
1 grüne Paprika, gewürfelt
2 Dosen schwarze Bohnen
100 ml Flüssigkeit von den Bohnen
1/2 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlener Cumin
100 ml Wasser
Salz

In einem Topf das Öl erhitzen, darin Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. In der Zwischenzeit Bohnen ableeren (dabei 100 ml Flüssigkeit auffangen), dann zum Zwiebel dazugeben samt Paprika, Wasser und den Gewürzen. Köcheln lassen und dabei gelegentlich umrühren, bis der Paprika weich ist. Einen Teil der Bohnen leicht stampfen, damit die Sauce sämig wird. Mit Salz abschmecken.

Für die Kochbananen:
500 Gramm Kochbananen, geschält und in Scheiben (für's Schälen braucht man ein Messer)
2 EL Öl

In einer beschichteten Pfanne 1 EL Öl erhitzen und einen Teil der Kochbananen hineinlegen (nicht stapeln!). Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten anbraten, dann umdrehen und erneut einige Minuten braten. Aus der Pfanne nehmen, und dann die restlichen Bananen ebenso zubereiten.

Die Kochbananen mit den schwarzen Bohnen, Reis (z.B. Basmati) und etwas Guacamole servieren.


Übrigens, es gibt auch einen Grund, warum ich Lust auf Kochbananen bekommen habe: M und ich haben eine große Reise für den Winter gebucht, in eine Region, in der auch Kochbananen zum traditionellen Speiseplan gehören. Nein, das sind nicht die großen Neuigkeiten - die Neuigkeiten betreffen die Natur der Reise: Es sind Flitterwochen. M und ich werden im Herbst heiraten. Nach elf gemeinsamen Jahren haben wir beschlossen, dass es an der Zeit wäre, vor aller Welt einander zu bejahen und danach eine ordentliche Party zu schmeißen. Wir befinden uns schon mitten in den Vorbereitungen, die gefüllt sind mit glücklich-doofem Grinsen, Überforderung angesichts des Wulsts der Entscheidungen, die getroffen werden wollen, vielen "Alles wird gut"-Mantras und mehr glücklich-doofem Grinsen. Es wird eine kleine, feine Feier mit Familie und den liebsten Freunden werden - und die Feier wird natürlich vegan werden. Viele Aspekte der veganen Hochzeitsfeier haben wir schon abgehakt, darunter natürlich der wichtigste: das vegane Brautkleid - alle, die wollen, dürfen jetzt kurz kreischen. Und ja, ich plane, nachdem das Spektakel erfolgreich über die Bühne gegangen ist, darüber zu schreiben, was es bedeutet, wenn man eine vegane Hochzeit ausrichtet. Das mit euch zu teilen, liebe Leserinnen und Leser, darauf freue ich mich jetzt schon.

Samstag, 12. Juli 2014

Vegan für Naschkatzen - mein Buch

Ein Traum erfüllt sich: Diesen Oktober wird mein erstes Buch "Vegan für Naschkatzen" im Kneipp-Verlag erscheinen. Mein Baby, mein Brain-Child, mein Projekt der letzten eineinhalb Jahre. Dieser Blog, Totally Veg!, mit dem alles angefangen hat, ist an sich natürlich schon wunderbar, trotzdem wollte ich immer ein Buch herausbringen - etwas, mit dem man noch mehr Leute erreicht, etwas zum Liebhaben, etwas zum Eselohren reinmachen und ins Regal stellen. 


Jetzt ist es endlich soweit, und mein kleines Büchlein reiht sich in die mittlerweile schon recht lange ehrwürdige Liste an veganen Koch- und Backbüchern ein - und das ist toll, denn es ist für alle Platz! Über 60 Rezepte werden euch aufgeteilt auf fünf Kapitel erfreuen: 
  • Kuchen & Torten mit Vanille-Kirsch-Kuchen, Ameisenkuchen, Schokoladentorte, Haselnusstorte, Mad-Men-Torte (mit Ananas!)...
  • Cupcakes & Muffins mit Schoko-Kirsch-Cupcakes, Zitronenmuffins mit Mohn, Apfel-Streusel-Muffins, Mocha Cupcakes, Nougat Cupcakes...
  • Brunch mit Scones mit Cranberries, Karotten-Halwa, Peanutbutter Pancakes, Vanilla French Toast, Nektarinen-Heidelbeer-Crisp...
  • Cookies und süße Kleinigkeiten mit Chocolate Chip Cookies, Apfeltaschen, Cantuccini, Chai Cookies, Powerpralinen...
  • Baking for the Holidays mit Pumpkin Pie, weihnachtlichen Tofu-Golatschen, Linzeraugen, Dominostein-Torte, Gingerbread Cookies...
Die Rezepte wurden alle von mir entwickelt, sind überwiegend neue oder verbesserte Kreationen, und wurden getestet und getestet und getestet. Ich habe sehr darauf geachtet, mit leicht erhältlichen Zutaten zu arbeiten und die Rezepte so einfach wie möglich und auch für Anfänger leicht nachvollziehbar zu gestalten.

Ein Buch zu schreiben ist schön - bis es an die Ausbesserungsarbeiten geht. Dann sind es nicht mehr nur die kreativen Säfte, die zählen, sondern Genauigkeit, Disziplin und ein Adlerauge für Fehler. Etwas langweilig, aber dann genau das, was die Spreu vom Weizen trennt. Ich habe sehr viel Arbeit, Schweiß, Blut (hallo, Gemüseraspel!) und Tränen (hallo, verbrannter Schokoladenkuchen!) in dieses Buch gesteckt, und ich hoffe, es macht euch genauso viel Freude, wie es mir schon gemacht hat.

 Making-of einiger der wunderbaren Fotos in Vegan für Naschkatzen!
 
Vegan für Naschkatzen von Claudia Bazinger 
Kuchen, Torten, Cupcakes, Muffins und Kekse
Über 60 Rezepte in 5 Kapiteln - mit einfachen Zutaten und leicht nachzumachen!
Broschiert: 132 Seiten 
Verlag: Kneipp-Verlag, erscheint Oktober 2014
€ 17,99
ISBN-10: 3708806328 
ISBN-13: 978-3708806327

Vorbestellbar bei:

... und natürlich auch bei jedem Buchhändler und den üblichen Verdächtigen wie Amazon, Thalia, etc.)

Und nun ein paar Einblicke in die Rezepte, oder? Im Buch gibt es natürlich auch eigene Fotos, die ich jetzt noch nicht enthüllen werde - ich habe zusätzlich ein paar der Leckerein für euch mit meiner eigenen Kamera visuell festgehalten, ganz exklusiv für den Blog:

 Vanillekipferl

Weltbeste Waffeln 

 Peanutbutter Cups

 Mandelkipferl

Mocha Cupcakes

 Dalmatiner Cupakes mit Häubchen

 Choco Loco Pie

Heidelbeer-Muffins

 Gingerbread Cookies

 Chocolate Chip Pumpkin Cookies

 Scones mit Cranberries

 Müsli-Auflauf mit Früchten und Schokolade

 Zimt-Zupf-Brot

 Cantuccini

 Linzeraugen

 Neu und verbessert: Käsekuchen!

Schokoladentorte
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...